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CO-2 Preis 2026: 9 wichtige Änderungen, die Mieter & Vermieter jetzt kennen müssen

  • Autorenbild: Hausverwaltung Dose
    Hausverwaltung Dose
  • 9. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Der CO-2 Preis beeinflusst ab 2026 spürbar, wie teuer Heizen mit Gas oder Öl wird – und damit auch, was am Ende in der Heiz- und Nebenkostenabrechnung steht. Viele fragen sich gerade: „Müssen wir 2026 mit einer großen Kostenwelle rechnen?“ oder „Wer zahlt das eigentlich: Mieter oder Vermieter?“

In diesem Beitrag erklären wir das Thema so, dass es für Wohnungseigentümer, Mieter und Interessenten leicht verständlich ist – ohne Fachchinesisch, dafür mit klaren Beispielen und mit dem Blick auf das, was Ihnen im Alltag wirklich hilft: Planbarkeit, Transparenz und eine faire Abrechnung.


1) Warum 2026 ein wichtiges Jahr ist

Bislang war der nationale CO₂-Preis für Wärme (und Verkehr) in Deutschland über festgelegte Stufen sehr gut vorhersehbar. Ab 2026 ändert sich die Preisbildung: Es gibt einen Preiskorridor – also eine Bandbreite, in der sich der Preis bewegen kann.

Das klingt erstmal kompliziert, ist aber eigentlich eine gute Nachricht: Es gibt Leitplanken, damit der Preis nicht frei „durch die Decke“ geht, aber eben auch eine gewisse Spanne, die zu kleineren Schwankungen führen kann.

Was heißt das für Sie?

  • Es wird nicht „über Nacht“ unbezahlbar.

  • Aber: Die Heizkosten können je nach Energieverbrauch und Preisentwicklung leicht steigen.

  • Wer wenig verbraucht oder effizient heizt, spürt es deutlich weniger.


2) Was genau steckt hinter dem CO₂-Preis?

Der CO₂-Preis macht fossile Energieträger teurer, weil deren Nutzung CO₂-Emissionen verursacht. Im Gebäudebereich betrifft das vor allem:

  • Erdgas

  • Heizöl

Sie zahlen dabei nicht „eine extra Rechnung fürs CO₂“. Stattdessen steckt der Betrag im Energiepreis und taucht dann über die Brennstoffkosten in der Abrechnung wieder auf.

Merksatz: Je höher der Verbrauch, desto stärker wirkt sich der CO₂-Preis aus.


3) Wie wirkt sich das 2026 auf Heizkosten aus? (Einfach erklärt)

Viele möchten eine klare Zahl hören: „Wie viel teurer wird es?“Ganz ehrlich: Das hängt vor allem von drei Dingen ab:

  1. Ihr Verbrauch (wie viel Gas/Öl wird gebraucht?)

  2. Der konkrete CO₂-Preis innerhalb der Bandbreite

  3. Andere Preisbestandteile (Energie-Beschaffung, Netzentgelte, Steuern, Abgaben)

Damit Sie trotzdem ein Gefühl bekommen, hier zwei bewusst einfache Beispiele, die man gut im Alltag einordnen kann:

Beispiel A: Gaswohnung (12.000 kWh/Jahr)

Wenn der CO₂-Preis im Jahr 2026 am oberen Rand liegt, kann das – je nach Ansatz – grob zu einigen Dutzend Euro Mehrkosten pro Jahr führen. Bei 12.000 kWh sind das häufig Größenordnungen um 20–40 Euro/Jahr, je nachdem, wie sich der Preis konkret entwickelt.

Beispiel B: Mehrfamilienhaus mit Heizöl (z. B. 3.000 Liter/Jahr)

Bei Heizöl kann sich das im Jahr ebenfalls in einer Größenordnung von mehreren Dutzend Euro bewegen. Bei größeren Häusern mit höherem Verbrauch entsprechend mehr.

Wichtig: Das sind Orientierungen – keine „Garantie“. Der entscheidende Hebel bleibt: Verbrauch senken. Und dafür gibt es oft schnell umsetzbare Stellschrauben (dazu gleich mehr).


4) Wer zahlt das? Aufteilung zwischen Vermieter und Mieter

Für vermietete Wohnungen gilt in Deutschland: CO₂-Kosten werden nicht automatisch vollständig auf Mieter umgelegt. Es gibt ein gesetzliches Modell, das die Kosten zwischen Vermieter und Mieter verteilt – abhängig davon, wie „CO₂-intensiv“ das Gebäude ist.

Einfach gesagt:

  • Energetisch schlechteres Gebäude → Vermieter übernimmt einen höheren Anteil

  • Energetisch besseres Gebäude → Mieter übernimmt einen höheren Anteil

Das ist sinnvoll, weil es Anreize schafft: Wer modernisiert und den Energieverbrauch senkt, entlastet langfristig alle.


5) Was bedeutet das für Eigentümergemeinschaften (WEG)?

Für Wohnungseigentümer und Beiräte ist 2026 vor allem ein Thema der Planung und Prioritäten:

a) Wirtschaftsplan & Rücklagen: lieber mit Szenarien planen

Weil es einen Preiskorridor gibt, ist es klug, mit einer Bandbreite zu rechnen:

  • konservativ

  • realistisch

  • vorsichtig

So bleibt die WEG handlungsfähig, ohne dass man gleich „zu hoch“ plant oder sich später erklären muss.

b) Langfristig zählt die Energieeffizienz

Ob der CO₂-Preis 2026 eher am unteren oder oberen Rand liegt: Der Trend ist klar – fossiles Heizen wird perspektivisch teurer. Wer also über Maßnahmen nachdenkt, sollte sich nicht nur fragen: „Was kostet es heute?“, sondern auch: „Was spart es in 5–10 Jahren an Energie und CO₂?“


6) Was bedeutet das für Mieter?

Als Mieter haben Sie meist zwei Wünsche:

  1. Fairness (keine „Überraschung“ in der Abrechnung)

  2. Verständlichkeit (woraus setzen sich Kosten zusammen?)

Genau hier setzen wir als Hausverwaltung an: Wir achten darauf, dass Abrechnungen transparent sind und dass Fragen nicht im Raum stehen bleiben.

Und für Sie persönlich gilt: Der größte Hebel ist oft nicht „irgendeine Reform“, sondern:

  • richtig eingestellte Thermostate

  • sinnvolles Stoßlüften statt Dauer-Kippfenster

  • Heizverhalten, das nicht gegen die Physik arbeitet (z. B. nicht „auskühlen lassen“ und dann Vollgas)

Das klingt banal, spart aber in vielen Haushalten spürbar.


7) Was wir als Hausverwaltung konkret für Sie tun

Wir möchten, dass Eigentümer und Mieter sich 2026 nicht mit Unsicherheit herumschlagen müssen. Deshalb ist unser Anspruch:

a) Transparente Abrechnung

  • nachvollziehbare Darstellung der Heizkosten

  • klare Zuordnung zu Zeitraum und Objekt

  • saubere Aufteilung, wenn sie gesetzlich vorgesehen ist

b) Verständliche Kommunikation

Wenn sich Dinge ändern (wie 2026), informieren wir so, dass man es ohne Fachwissen versteht. Keine seitenlangen Gesetzeszitate – sondern: Was heißt das für mich?

c) Unterstützung bei sinnvollen Maßnahmen

Wenn eine WEG darüber sprechen will, wie man Energie und Kosten senken kann, helfen wir dabei, die nächsten Schritte zu strukturieren – vom „Quick Win“ bis zur mittelfristigen Planung.


8) 5 einfache Maßnahmen, die oft mehr bringen als man denkt

Nicht jedes Gebäude braucht sofort eine Großsanierung. Häufig gibt es Schritte, die vergleichsweise schnell wirken:

  1. Heizungscheck & Regelung optimierenKleine Einstellungen (Heizkurve, Vorlauf, Zeitprogramme) machen oft einen großen Unterschied.

  2. Hydraulischer Abgleich (wo sinnvoll)Gleichmäßige Wärmeverteilung senkt unnötige Spitzen und erhöht Komfort.

  3. Dämmung kleinerer SchwachstellenKellerdecke, Rohrleitungen, Dachboden – häufig günstiger als gedacht.

  4. Warmwasser und Zirkulation prüfenWarmwasser kann ein versteckter Kostentreiber sein.

  5. Nutzerinformation (ohne erhobenen Zeigefinger)Ein paar klare Hinweise sparen in Summe oft mehr als man glaubt – gerade in größeren Häusern.


9) Worauf Sie 2026 besonders achten sollten

Für Eigentümer:

  • Ist die Heizungsanlage sauber eingestellt und gewartet?

  • Gibt es auffällige Verbrauchssprünge im Vergleich zu Vorjahren?

  • Sind mittelfristige Maßnahmen sinnvoll, um die CO₂- und Energiekosten zu senken?

Für Mieter:

  • Stimmen die Abrechnungszeiträume und wirkt die Abrechnung nachvollziehbar?

  • Gibt es Fragen, die man früh klären kann (statt Monate später)?

Für Interessenten/Neukunden:

  • Wie transparent ist die Verwaltung bei Nebenkosten und Abrechnung?

  • Gibt es eine klare Kommunikation, wenn sich Rahmenbedingungen ändern?


FAQ: Häufige Fragen zum Thema 2026

1) Wird 2026 alles plötzlich extrem teuer?

Nein. 2026 bringt eher eine planbare Bandbreite als eine unkontrollierte Preisexplosion. Wie stark es sich auswirkt, hängt vor allem vom Verbrauch ab.

2) Betrifft das jede Wohnung?

Betroffen sind vor allem Haushalte, die mit Gas oder Öl heizen. Bei anderen Wärmesystemen kann der Effekt anders ausfallen.

3) Sehe ich das als eigene Position auf der Rechnung?

Oft ist der Betrag Teil der Brennstoffkosten und wird je nach Abrechnungssystem zusätzlich erläutert oder gesondert ausgewiesen.

4) Wer zahlt in Mietwohnungen?

Es gibt eine gesetzliche Aufteilung zwischen Vermieter und Mieter – abhängig vom energetischen Zustand bzw. Emissionsniveau des Gebäudes.

5) Kann man sich dagegen „schützen“?

Der beste Schutz ist ein geringerer Verbrauch: gute Einstellung der Anlage, sinnvolles Heizverhalten und – wo möglich – energetische Verbesserungen.

6) Was ist der beste erste Schritt für unsere WEG?

Starten Sie mit einem einfachen Check: Verbrauch der letzten Jahre, Auffälligkeiten, Optimierung der Anlage. Danach lässt sich ein sinnvoller Maßnahmenplan ableiten.

7) Wo finde ich offizielle Infos?

Ein guter Startpunkt für Gesetze und Verordnungen ist:https://www.gesetze-im-internet.de/


2026 wird planbar – wenn Abrechnung und Kommunikation stimmen

Der CO-2 Preis ist ein Thema, das 2026 mehr Aufmerksamkeit bekommt, weil sich die Preisbildung verändert und die Heizkosten dadurch leicht beeinflusst werden können. Die gute Nachricht: Mit transparenter Abrechnung, verständlicher Kommunikation und ein paar sinnvollen Maßnahmen bleibt das Ganze beherrschbar.

Wenn Sie Fragen haben – als Eigentümer, Mieter oder WEG-Beirat – sprechen Sie uns gerne an. Wir erklären Ihnen die Auswirkungen auf Ihr Objekt verständlich und zeigen, welche Schritte wirklich sinnvoll sind.e.

 
 
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